Osterbräuche

Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht zu den Osterbräuchen in Deutschland und Österreich :-) … Kann es sein, dass es bei uns mehr Osterbräuche gibt? Ich bitte um eure Mithilfe! Ich erzähle jetzt einfach kurz, wie sich Ostern im Allgemeinen im Grazer Raum abspielt und welche Osterbräuche ich darüber hinaus noch kenne …

Nach Fasching etwa tauchen die ersten Kätzchenbuschen auf, die man daheim in die Vase oder sonst irgendein Gefäß stellt und mit Osterschmuck behängt (Eiern, kleinen Osterhasen, etc). Darüber hinaus gibt es natürlich noch jede Menge andere Osterdeko, die in den letzten Jahren zunehmend auf den Markt gekommen ist und von der manche Leute nicht genug kriegen können :-) .

Am Gründonnerstag geht’s gewöhnlich mit dem grünen Essen los, also Eier mit Spinat und Kartoffeln. Von Karfreitag bis Ostersonntag ziehen die Kinder mit den Osterratschen durch die Straßen, um die Leute an den Gottesdienst zu erinnern (bei uns in der Stadt aber weniger). In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag werden normalerweise die Osterfeuer entzündet, das bedeutet, dass meist lange vor Ostern schon begonnen wird, große Holzhaufen mit allem Drum und Dran aufzubauen :-) .

An Ostersonntag selbst gibt es dann das Osterfrühstück, wo man das Osterfleisch, das eine Woche vorher an Palmsonntag in der Kirche geweiht worden ist, essen darf. Dieses “Fleisch” besteht meist aus Würsteln und verschiedenen Schinkensorten (wobei am Markt auch ein ganz bestimmer Schinken als Osterschinken verkauft wird). Dazu wird bei uns geriebener Kren gereicht. Darüber hinaus gibt es natürlich die bunten, hartgekochten Ostereier und - Osterpinze (ein ganz bestimmtes Osterbrot ohne Rosinen). Soweit zum Essen :-) .

Beim Essen selbst findet dann das “Eierpecken” statt, ein Spiel, wo jeweils zweiLeute sich ein Ei nehmen und die Spitzen aufeinander stoßen. Derjenige, dessen Ei ganz bleibt, gewinnt (Mein Ei hat leider in den letzten Jahren meistens verloren *seufz*).

Daneben findet natürlich die Eiersuche statt, wobei das bei uns eher die Kinder machen. Bei uns war es außerdem üblich, kleine Geschenke zu machen (aber wirklich nur Kleinigkeiten!).

So, ich hoffe, ich hab jetzt nix bei meiner kleinen Aufzählung vergessen … Bin schon gespannt auf eure Kommentare!

7 Kommentare

  1. 24. März 2008 geschrieben in 12:41 | Permalink

    Rituelle Dinge die ich an Ostern hasse? Mein Geburtstag fällt ab und zu (alle paar heilige Jahre) genau auf den Ostersonntag. An meinem 11. Geburtstag durfte ich meinen Tennisschläger hinter der Heizung vorziehen. BLÖD! Blööööööd sowas! :( Aber ich bin ja auch an einem Ostersonntag geboren. Und es war gleichzeitig der Geburtstag meines Vaters. SCHÖN! Schöööööön sowas! :)
    Sonstige Feiertagsgebräuche, außer dem Essen? Nothing! :D Aber das Huber & Co (Religionsverblendete Bischöfe/Kardinäle) ständig rumplappern müssen, das stört gewaltig ;)

  2. 24. März 2008 geschrieben in 13:34 | Permalink

    Ohje, ich kenne gar nicht so viele Osterbräuche. Das ist in Deutschland von Region zu Region sicher sehr unterschiedlich.

    Die Kätzchenbuschen - bei uns Weidenkätzchen - pfücken wir ein paar Wochen vor Ostern und dekorieren sie mit bunten Ostereiern. An Gründonnerstag bzw. Karfreitag gibt’s tradionell Grüne Soße mit Kartoffeln und Ei, manche Leute essen auch Fisch.
    Zwischen Karfreitag und Ostersonntag laufen auch die Klapperkinder durchs Dorf. Ihre Rasseln und Klappern sollen das Glockenläuten ersetzen und die Menschen in den Gottesdienst rufen.

    Bei uns in der Familie war Ostern nie ein großes Fest. Klar, für uns Kinder wurden Nester gebastelt und im Garten versteckt, nachmittags gabs Kaffee und Kuchen mit der ganzen Verwandtschaft, aber den großen Aufwand mit Menü und Lammbraten etc. haben wir uns erspart.

  3. 25. März 2008 geschrieben in 12:47 | Permalink

    Hui, ich muss schauen, ob ich heute noch ne Pinze bekomm … Ein letztes Mal, ehe ich wieder ein Jahr warten muss …

    @Leo: Gab’s bei euch nie ein traditionelles Osterfest? Ich frage nur, weil du eigentlich auf meinen Blogbeitrag so nicht eingegangen bist.

  4. 25. März 2008 geschrieben in 15:31 | Permalink

    Gibt’s bei euch auch die Palmbuschen, die werden dann am Palmsonntag von den Kindern getragen und dann auch geweiht. Meistens werden diese dann mit mehreren “Bretzga” und ähnliches bestückt.

    Und nicht vergessen darf man den Palmesel: http://de.wikipedia.org/wiki/Palmsonntag#Palmesel

  5. 25. März 2008 geschrieben in 15:55 | Permalink

    Und an Karfreitag darf natürlich kein Fleisch gegessen werden, obwohl mir das bei uns zu Hause noch nie wirklich aufgefallen ist. Entweder hab ich nie drauf geachtet oder wir haben uns nicht an dem Brauch gestört.

    Dieses Jahr hab ich den Brauch bei meinem Freund kennengelernt, dessen Eltern gekonnt fleischfreie Speisen serviert haben. Zum Glück bin ich mal in kein Fettnäpfchen getreten… :D

  6. 26. März 2008 geschrieben in 3:00 | Permalink

    Nö… Osterbräuche in dem Sinne gab es nicht. Gut, meine Schwester und ich haben halt Osternester suchen müssen. In Nürnberg hatten wir da noch einen Vorgarten vor dem Haus. Das war in Berlin dann nicht mehr :( Ansonsten war es eher der Auftakt zum Geburtstagsreigen. Erst Vaddern und Leo dann Schwester. Und so ging es dann immer weiter. Kinder, Enkel etc… ;)
    Das schönste an Ostern ist immer das Essen. Weil der Leo sich da immer besondere Mühe gibt :D Wobei ich das mit dem fleischlosen Karfreitag bewusst (Kirche!) ablehne!!!

  7. 27. März 2008 geschrieben in 20:52 | Permalink

    Na ja, die meisten Osterbräuche, die du aufgezählt hast, gibt’s bei uns im “tiefen” Bayern auch :-) Wir dekorieren ebenfalls mit “Palmkätzchen” und anderer Oster-Deko, essen am Karfreitag kein Fleisch (gut, ess ich auch sonst so gut wie nie Fleisch :-) Samstag Abend, nach der Osternacht, wird dann das Osternest versteckt, für meine kleinen Bruder… Sonntag gibt’s ein Osterfrühstück, das Osternest wird gesucht. Mittags gibt’s meistens eine großes Essen bei meinen Großeltern mit der ganzen Verwandschaft, und anschließend Kaffee. Montag wiederholt sich dann das ganze Nachmittagsprogramm bei meinen anderen Großeltern :-) Kann ganz schön anstrengend sein, ist aber trotzdem schön :-)

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