Als eines von ein paar katholischen Ländern ist bei uns der 8. Dezember ein Feiertag, nämlich “Mariä Empfängnis”. Also ob’s bei uns nicht eh schon genügend Marienfeiertage übers Jahr verteilt gibt
…
Traditionell haben Schulen, Firmen, Ämter und Geschäfte also geschlossen. Und das wäre wohl auch noch ein Weilchen so geblieben, wenn nicht ein besonders schlauer Ladenbesitzer eines Tages beschlossen hätte, dass dieser Tag sich besonders gut zum Einkaufen vor Weihnachten eignet. Anfänglich war das Aufsperren an diesem Tag noch mit hohen Strafen verbunden, mittlerweile hat es sich eingebürgert, dass alle größeren Geschäfte und Einkaufszentren an diesem Tag aufsperren. Genauso regelmäßig wiederholt sich das Wettern von Vertretern der katholischen Kirche gegen diese Gepflogenheit, im Grunde kräht allerdings kein Hahn mehr danach …
Dieses Jahr hat der Tag wieder einmal für etwas mehr Aufsehen gesorgt, da eine unserer größeren Lebensmittelmarktketten “Billa” heute geschlossen hält. Konkurrent “Spar” wird’s freuen, es ist heute um einiges mehr los als sonst (War vor ner Stunde nämlich noch ein bißchen was einkaufen). Offiziell hängt sich Billa natürlich das Mäntelchen der Familienfreundlichkeit um, inoffiziell wird aber gemunkelt, dass wohl eher handfeste wirtschaftliche Interessen dahinter stecken, da sich das Aufsperren der einzelnen Filialen vor allem am Land nicht lohnt, da die Leute am 8. Dezember weniger Lebensmittel als viel mehr Weihnachtsgeschenke kaufen gehen.
Ich habe mir jedenfalls angewöhnt, an diesem Tag die Stadt und die Geschäfte zu meiden, diesen Wirbel muss ich mir nun wirklich nicht antun …










3 Kommentare
Bei uns in Deutschland wettert die Kirche auch gegen verkaufsoffene Sonntage. Interessieren tut das sonst aber scheinbar niemanden.
Trotzdem versuche ich gerade an den Adventswochenenden nicht in der Stadt einzukaufen und mich dem Geschenketrubel auszusetzen. Schlimm genug, dass die Läden immer länger öffnen.
Angeblich waren am 8. in Wien eine Million Menschen zum Einkaufen unterwegs … Irgendwie kann ich mir diese Zahl gar nicht vorstellen, es muss ein absoluter Albtraum gewesen sein …
Besonders zu Weihnachten wollte ich auch nicht mit einer Verkäuferin tauschen