So, ich bin wieder da
… Der Urlaub war ja nur vier Tage, ich hatte aber heute auch noch freigenommen.
Und dann dachte ich mir, nutze ich die Zeit und gehe ich zu unserer Führerscheinstelle, um meinen Führerschein auf Scheckkartenformat umschreiben zu lassen. Wäre ja ganz nützlich, der alte Papierführerschein ist ja eh schon so “vernudelt”, passt ja viel besser ins Geldbörsel, waren so meine Gedanken dazu.
Jetzt - zwei Stunden später - weiß ich wieder mal, warum ich soooo “gern” bei uns auf ein Amt gehe … Der sogenannte “Parteienverkehr” (also, die Zeit, wo Sachbearbeiter anwesend sind) ist von 8 bis 13 Uhr. Bei der Führerscheinstelle werden pro Tag um 7.30 Uhr 30 Nummern ausgegeben, das bedeutet, mehr als 30 Ansuchen werden pro Tag nicht bearbeitet. Hat man also das Pech und erwischt man eine der höheren Nummern, kannst du damit rechnen, wenigstens nen halben Tag dort zu warten, bis die Nummer aufgerufen wird. Immerhin kommen diese dreißig wirklich dran, hat man mir gesagt, auch wenn es später als 13 Uhr wird (wie großzügig!).
Darüber hinaus muss ich ein Neunantragsformular ausfüllen, ein Passfoto, dass den neuen Kriterien (Gesicht gerade und ohne Lächeln) entspricht, mitbringen und natürlich den unvermeidbaren Meldezettel (Irgendwie geht bei uns wirklich gar nichts ohne dieses Ding …).
Bedeutet also, sich möglichst früh anzustellen, um eine der dreißig Nummern zu bekommen, schon wieder Geld für neue Fotos ausgeben (Dabei hab ich grad erst vor eineinhalb Jahren neue machen lassen), 45 Euro für die Umschreibung ausgeben und - wenn ich Pech habe - ziemlich viel Zeit auf diesem Amt zu verbringen.
Kann es mir jemand verübeln, wenn ich beschlossen habe, dass es den Aufwand derzeit nicht wert ist??










6 Kommentare
Hi,
erstmal “Hallo” fürs wieder zurücksein
Zu Deinen Amts-Erfahrungen. Warum soll es
Euch in [A] anders ergehen als uns in [D]?
Wenn ich alleine an den neuen elektr.
Reisepass denke. Nur weil sich ein paar
“Sicherheits”-fanatische Politiker den eingebildet
hatten, darf man jetzt dafür 59 Euro löhnen.
Die Wartezeit auf der Meldestelle mal nicht mitge-
rechnet. Ach und die Bilder kommen auch noch mit
mind. 6-8 Euro dazu.
LG aus Berlin
Ui, so teuer ist der jetzt geworden? Als ich meinen deutschen Pass beantragt habe (Ende 2004), hat der aber noch nicht so viel gekostet … Das kommt dem Preis des österreichischen Passes aber schon recht nahe …
Es ist schon eine rechte Sauerei, dafür, dass du auf so nem bescheuerten Amt jede Menge Zeit verbringst (in der du eh nichts Gescheites tun kannst), darfst du auch noch zahlen …
Da stellst sich die Frage, wie viel kann man eigentlich schon im (österreichischen) E-Government erledigen.
Ich meinte damit aber den Reisepass!
Nicht den normalen Personalausweis, also
bitte nicht event. verwechseln.
An meinen “Perso” bin ich, zum Glück,
vor vier Jahren kostenlos rangekommen.
Der Sachbearbeiter auf der Meldestelle
war ein alter Schulkamerad. Als er meine
Geschichte gehört hatte, hat er ein Formular
aus dem Schreibtisch geholt… und flugs etwas
angekreuzt… und schon war die Zahlpflicht
passé *hehe*.
LG aus Berlin
Und ich dachte soviel Bürokratie sei typisch deutsch. Ich finde dieses hin und her mit den Papieren und die Gebühren und sowieso alles ziemlich übertrieben. Das geht schon damit los, dass die meisten Menschen zwischen 8 und 13 Uhr selbst arbeiten und keine Zeit für’s Amt haben. Und dann noch die Wartezeiten… ich verübel’s dir jedenfalls nicht
Hattest du wenigstens ein paar schöne Urlaubstage?
Und ich dachte immer, das wäre typisch österreichisch *gg*.
Na, so kann man sich täuschen …
Der Urlaub war sehr fein, Bericht folgt noch!